Kindergarten Alltag

11.11.2020

Sankt Martin

St. Martin, St. Martin, St. Martin
ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut
.

Durch seine selbstlose Tat für den Bettler wurde Martin zum Symbol für Bescheidenheit, Nächstenliebe und Großzügigkeit. Deshalb feiert man noch heute an seinem Todestag, dem 11. November, das Martinsfest. Die Werte, die die Geschichte vom Sankt Martin und dem Bettler verdeutlicht, tragen dazu bei, die moralische Entwicklung der Kindergartenkinder zu fördern.

Wir haben die Geschichte mit den Kindern thematisiert und anhand des Kamishibais (Erzähltheater) erzählt. Im Rollenspiel konnten die Kinder die Geschichte nachempfinden und so bemerken, warum das Handeln von Sankt Martin so besonders war. So gab es auch vielzählige Gesprächsanlässe, zum fairen Teilen.  

Weil Sankt Martin durch sein ehrenhaftes Handeln so viel Licht ins Dunkel gebracht hat, findet ihm zu Ehren auch heute noch ein Laternenumzug statt. Aber auch andere Bräuche, wie die des „Weckmanns“/ „Dambeideis“ haben sich an diesem Tag etabliert, sodass auch wir dieses Hefegebäck in Vorbereitung auf das Martinsfest gemeinsam mit den Kindern gebacken haben.

Die Krippenkinder haben das Martinsfest am Vormittag gefeiert, die Kinder im Elementarbereich feierten es abends im Garten bei einem herrlichen Martinsfeuer, Kinderpunsch und Gesang. Es war schön zu sehen, wie die Laternen im Dunkeln in unterschiedlichen Farben leuchteten.

Leider mussten wir dieses Jahr den Martinsumzug in kleinerer Runde, ohne Eltern, feiern. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam mit unseren Laternen durch die Straßen auf und nieder gehen können.

Hier finden Sie unsere St. Martins-Lieder, die wir mit den Kindern gesungen haben. Weitere sind auf dieser hier zu finden.

Und wenn ihr wissen wollt, warum manche Weckmänner einen Pfeife haben, dann folgt hier der Maus

28.10.-30.10.2020

Jahreszeitenwaldwochen im Kindergarten – Herbst

Die zu jeder Jahreszeit stattfindende Waldwochen sind fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit (und finden bei jeder Witterung statt).

In der Herbst-Waldwoche (28.10.-30.10.2020) waren die Kinder aus der blauen und lila Gruppe an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Wald. Morgenkreis und Mittagessen fanden draußen, unter den Bäumen, statt. Rechtzeitig zur Vesper waren sie wieder zurück im Kindergarten.

In der Schönholzer Heide haben wir ein schönes Waldstück gefunden, wo wir den Herbst entdecken konnten.

  • wir haben Pilze entdeckt und einen Baum mit einem Bärengesicht gesehen
  • wir sind auf große und dicke Stämme geklettert und haben darauf balanciert
  • wir haben Naturmandalas gelegt
  • wir sind in große Pfützen gesprungen und haben eine Laub-Blätter-Schlacht unternommen
  • wir haben einen Fuchsbau gesichtet
  • wir haben aus Efeu selbst Seife hergestellt
  • wir haben uns Hütten gebaut
  • und noch vieles mehr


Warum bieten wir den Kindern das Erlebnis Wald über einen längeren Zeitraum an?

  • Der Wald ist für uns ein naturnaher Lebensraum
  • Der Aufenthalt dort ermöglicht den Kindern die Natur in jeder Jahreszeit nah zu erleben
  • Die Kinder erfahren die Einzigartigkeit des Waldes durch alle Sinne und erschließen so diesen Lebensraum.
  • Im Wald sammelt jedes Kind ganz individuelle Erfahrungen und baut einen persönlichen Zugang auf.
  • Die gesamte kindliche Entwicklung wird durch den langen Aufenthalt intensiv und positiv gefördert.
  • Die motorischen Fähigkeiten werden ohne speziell konstruierte Bewegungselemente geschult
  • Da die Kinder kein vorgefertigtes Spielmaterial haben, werden Fantasie und Kreativität gefördert

Durch den Freiraum im Wald entwickeln sich seltener Konflikte und Aggressionen. Streit unter Kinder ist seltener. Ein Kind mit höherem Bedürfnis nach Ruhe kann sich zurückziehen, während ein anderes gleichzeitig seinen Wunsch nach Bewegung ausleben kann.

Das Leben im Wald trägt dazu bei, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Das Kind kann ein erweitertes Verständnis von sich selbst in Verbindung mit seiner umgebenden Welt aufbauen, die ihm Sicherheit im Umgang mit ihr gibt.

Ein großes Dankeschön gilt „Cesar“, der uns ehrenamtlich nicht nur zu den jahreszeitlichen Waldwochen begleitet, sondern uns auch an den Waldtagen (mittwochs) unterstützt.

5.10.-9.10.2020

Brandschutzwoche

„Tatütata, die Feuerwehr ist da“. In der Woche vom 5.10. bis zum 9.10. hatten wir im Kindergarten unsere Brandschutzwoche.  Im Rahmen dieser Projektwoche üben wir mit den Kindern das richtige Verhalten im Brandfall. Was heißt das praktisch?

  • Wir erfahren wissenswertes über die Aufgaben der Feuerwehr:
  • Retten-Löschen-Bergen-Schützen, üben einen Notruf – mit den 5 W- Fragen abzusetzen – Lernen die Notrufnummer
  • Wir fragen uns wie Feuer entstehen kann
  • Schauen, wo unsere Rauchmelder und Feuerlöscher in der Kita hängen und wo die Ausgänge und die Sammelplätze der Gruppen im Brandfall sind, so dass man das Gebäude zügig aber ohne zu rennen verlassen kann
  • Üben das richtige Verhalten im Brandfall
  • Führen eine echte Brandschutzübung mit allen Kindern und den Erzieher*innen durch

Außerdem haben die Kinder einen Kinder-Feuerwehr-Kurs absolviert, wo sie am Ende eine Feuerwehrkunde erhalten haben. Dabei mussten sie folgende Aufgaben meistern:

  • Finde die 112!
  • Zieh dich schnell an (wie die Feuerwehr)!
  • Die Schläuche sind verknotet!
  • Der Weg ist versperrt!
  • Die Katze braucht Hilfe!
  • Hilfe, es brennt!

Zum Ende der Woche durften wir dann auch in ein echtes (altes) Feuerauto einsteigen und das Blaulicht anmachen.

Und hier geht es zu unserem Feuerwehrlied ->