Kindergarten Alltag

Ausflug ins Zeiss-Planetarium- „Der Regenbogenfisch und seine Freunde“

Am 16.09. unternahmen die älteren Kinder einen Ausflug ins Zeiss-Planetarium um sich dort den „Regenbogenfisch und seine Freunde“ anzuschauen. Anschließend in der Erzählwerkstatt erzählt ein Kind folgendes:

“ Es war einmal der Regenbogenfisch mit seinen Freunden und seiner Familie.

Doch dann kam plötzlich ein riesiger Wal und starrte auf sie hinab.

Der Zackenfisch hatte bemerkt, dass der Wal böse war.

Und seit der Wal begriffen hatte, dass der Zackenfisch so über ihn sprach, nahm er seine Schwanzflosse, und schlug mit seiner Schwanzflosse das Wasser wie im Wirbel

Und die Fische wurden auch mitgerissen in den Wirbel und wurden nach links und nach rechts geschleudert.

Ende Gelände“

(T. 5 Jahre alt)

„Die Donnerkinder“ – pädagogische Arbeit im Jahr vor der Schule

Der Übergang in die Schule beginnt weit vor dem eigentlichen Schuleintritt und reicht weit in die Schulzeit hinein. Wir Pädagoginnen sehen es als unsere zentrale Aufgabe im letzten Kitajahr an, diesen Übergang zu begleiten und zu gestalten, in einer gut dosierten Mischung aus Kontinuität und Wechsel. „Je mehr sich das Kind als selbstwirksam erlebt und je mehr es in seinem bisherigen Leben die Erfahrung gemacht hat, dass es Situationen aktiv mitgestalten kann, desto eher wird es die die Anforderungen des Übergangs bewältigen und an ihnen wachsen können“ (Berliner Bildungsprogramm 2014, S. 60).

„DONNERKINDER“ – so nennen sich die Kinder in unserem Kindergarten im letzten Kitajahr. Auf ihre Interessen und Fähigkeiten ausgerichtete regelmäßige Aktivitäten und Projekte strukturieren das gesamte Jahr: Im Morgenkreis wecken wir das Interesse für Buchstaben und Zahlen, weiten den Radius für Unternehmungen in den Kiez hinein und besuchen beliebte Orte auf Spielplätzen und Parks. Einmal pro Woche gehen die Donnerkinder in die Erzählwerkstatt zum Freien Malen und Erzählen.

Von Mai bis Juli zelebrieren wir schließlich den Abschied der Donnerkinder mit besonderen Aktionen, bei denen uns in diesem Jahr die Auszubildende Katarzyna Ebert begleitete: Bei einem Kiezspaziergang machten die Kinder Erfahrungen im Lesen und Selberzeichnen von Plänen und Karten. In einer anderen Aktion entwarfen, bemalten und bügelten sie ihr eigenes Tshirt. Auf einem Fahrradausflug der Donnerkinder in die Schönholzer Heide haben sie sich nach dem Picknick mit uns auf die Suche gemacht nach ihrem persönlichen Stock aus Holz und diesen später in der Kita bearbeitet. Auf dem Abschlussfest im Botanischen Garten Blankenfelde schließlich vergnügten sich nicht nur die Donnerkinder, sondern auch ihre Eltern mit Sackhüpfen, Tauziehen, Wasserbombenwerfen und jeder Menge Eis!

Mit diesem Schatz gemeinsamer Erlebnisse und verkörperter Erfahrungen haben in diesem Jahr sieben ganz unterschiedliche starke Kinder unsere Kita in Richtung Schule verlassen – wir freuen uns mit Euch und wünschen Euch alles Gute für Eure Schulzeit!

„Die Kirche ist so alt wie eine Oma“

Dieser Ausspruch von Zósia (Kind im Elementarbereich) fiel im Morgenkreis, als wir über den 150-jährigen Geburtstag unserer Gemeindekirche, unserer Friedenskirche, gesprochen haben. Wir überlegten ein Geschenk und wollten unsere Nachbarn beschenken. Denn was ist eine Kirche ohne Menschen. Das war in den letzten Wochen ein Höhepunkt im Kita-Alltag. Schnell waren die kleinen Hände bereit Mehl in die Schüssel zu schütten, Eier zu trennen, Butter hinzuzufügen, alles zu verrühren. So entstanden viele Muffins und alle waren gespannt, wie sie aus dem Ofen kamen. Gemeinsam besuchten wir unsere Nachbarn und überreichten das Geschenk. Schließlich ging es an einem Tag in die Kirche, um sie zu besichtigen. Die Kinder stellten mit Begeisterung die Glocken zum Läuten an. Manches wurde an der Kirche entdeckt. Kreativ waren die Kinder die ganze Woche unterwegs, indem die Kirche gemalt oder eigenhändig gezeichnet wurde. Ein Mobile mit den Motiven der Friedenskirche wurde hergestellt.

Im Singkreis legte sich ein Kind auf den Boden und durch einen Umriss des Kindes entstand mit Krepppapier ein Kreuz, welches deutlich machen sollte, dass der Grundriss der Kirche wie ein Kreuz aussieht. Zum Schluss stellten sich alle Kinder auf das Krepppapier und ahmten das Dach der Kirche nach. Alle sollten spüren: Wir Menschen sind die Kirche.

Konzeptionstage 26./27.04.

In diesem Jahr, wo Krippe und der Elementarbereich die Konzeptionstage leider getrennt voneinander durchführen mussten, haben wir uns vor allem mit unseren pädagogisch-konzeptionellen Grundlagen auseinandergesetzt und konkret am Situationsansatz gearbeitet.  Hierzu konnten wir Frau Foelsch vom ISTA (Institut für den Situationsansatz) als Referentin gewinnen, die uns mit unseren Fragen und Themen diesbezüglich bestens begleitet und unterstütz hat.

Der Sita ist ein anspruchsvoller, stark kindzentrierter pädagogischer Ansatz, der nicht mit „situativen Handeln“ zu verwechseln ist. Vielmehr ist er eine Einladung sich mit den Kindern auf das Leben einzulassen (Jürgen Zimmer). Ausgangspunkt ist die Lebenssituation der Kinder und deren Familien, diese werden als Lernsituationen erschlossen. Unsere Aufgabe als Pädagog: innen besteht darin, diese Themen und Fragen der Kinder aufzugreifen und sich mit ihnen auf eine Forschungsreise zu begeben, wo diese gemeinsam beantwortet werden.

Hierdurch angeregt wollen wir bald mit den Kindern partizipativ unser Gartenprojekt (Schlüsselsituation) angehen: Wie nehmen die Kinder den Garten wahr, wo und was spielen sie gerne, wie beschreiben sie den IST-Zustand des Gartens aus ihrer Perspektive, um dann in einem weiteren Schritt zu schauen, wie sie sich ihren idealen Garten vorstellen: was wünschen sie sich und was muss bei der Planung eventuell berücksichtigt werden? Sie als Eltern sind hierzu herzlich eingeladen.

Ein anderes Thema, zumindest im Elementarbereich, welches die Kinder und uns beschäftigt, ist das Thema „zu welcher Uhrzeit halten wir den Morgenkreis?“. Aufgrund der Notbetreuung und der Trennung der oberen und unteren Etage (Gartenzeit), kam es somit auch zu zeitlichen Veränderungen im Tagesablauf. Wir wollen nun gemeinsam mit den Kindern überprüfen, welche Zeit besser passt: Den Morgenkreis bereits um 9:15 zu starten oder doch erst um 10.15 Uhr. Was sind die Vor -und Nachteile für die eine oder andere Zeit und vor allem, welche passt in den Rhythmus der Kinder.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Sita haben wir auch zum Thema Wald- und Naturpädagogik gearbeitet und uns hier auf den Film „Kindheit“ (Margreth Olin) bezogen. Dieser Film dokumentiert einen Blick auf Kinder und einen Umgang mit ihnen, der selbstverständlich sein könnte, inzwischen aber als Ausnahme auffällt. Kompetenzerwerb und Schulwissen sind bereits in den meisten Kindergärten Thema. KINDHEIT zeigt dagegen einen Ort, an dem die Kinder von den Erwachsenen so weit wie möglich in Frieden gelassen werden. Was es bedeutet zu wachsen, lernt man hier in den Wäldern. Man könnte ihren Film gewissermaßen als einen stillen Protest interpretieren, der  zumindest aber dazu einlädt Erziehungssituationen mit anderen Augen zu sehen.  

KINDHEIT | Trailer deutsch german [HD] – YouTube

Ästhetisch-Künstlerische Bildung

US- Pop-Art Künstler James Rizzi

Die Beschäftigung mit Kunst ermutigt uns die (Um)Welt mit anderen Augen zu sehen und neue, verschiedene Betrachtungsweisen einzunehmen. 

Indem schon Kindergartenkinder die Werkzeuge ästhetischer Bildung gereicht bekommen, erfahren sie die Welt durch kreative und schöpferische Prozesse. Das Betrachten von Kunst und Bildern regt die Fantasie an. Daher wollen wir versuchen, Kinder für das Betrachten von Kunst zu begeistern. 

Denn, ästhetische Erfahrungen, wie das Betrachten von Kunstwerken, sind die Grundlage für den Aufbau kognitiver Strukturen. Die Beschäftigung mit Kunst und Kultur ist nicht nur wertvoll für die*den, die*der sie erschafft, sondern auch für die*den, die*der sie sich anschaut. 

Kinder, die schon früh mit Kunst in Berührung kommen, verfügen oftmals über mehr Ausdauer, sind toleranter und können sich besser ausdrücken. Das kreative Denken wird gefördert, ebenso wie die Fähigkeit, querzudenken. Komplexe, räumliche Aufgaben und abstrakte Ideen werden leichter gelöst.

Die Beschäftigung mit Ästhetik, Kunst(Geschichte) und Künstler:innen

  • Eröffnen von sinnlichen und damit entwicklungsgemäßen Zugängen zu unterschiedlichen Formen von Kunst 
  • fördern die Sinnesbildung in der frühen Entwicklungsphase durch Kunst
  • regt unterschiedliche kreative Ausdrucksformen und Gestaltungsprozesse an
  • fördert die sprachlichen Artikulation des Erlebten
  • fördert den Erwerb von Schlüsselkompetenzen wie Ich-Stärke, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, Beurteilungsfähigkeit, Lernbereitschaft, Wahrnehmungsfähigkeit, soziale und kreative Kompetenz als Problemlösungsfähigkeit, die sich auf alle Lebensbereiche bezieht (Selbst-, Sach-, und Sozialkompetenz). 

In dieser Woche haben wir den legendären Pop-Art-Künstler James Rizzi (1950-2011) aus New York kennengelernt und seine Kunst genauer betrachtet und versucht nachzuahmen.

„ The best art is a good heart” (Rizzi) 

Ostern 

Gemeinsam mit den Kindern werden die Feste und Feiern des Kirchenjahres vorbereitet und begangen. Sie sind fester Bestandteil in unserer Kindergartenarbeit, denn sie geben nicht nur Orientierung und helfen uns das Jahr zu strukturieren, sondern sie bieten eine Möglichkeit, sich mit dem eigenen Kulturkreis  auseinanderzusetzen und mit ihm vertrauter zu werden. Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist dabei der christliche Glaube, der in kindgerechter und zeitgemäßer Form vermittelt wird. 

Dem Osterfest geht zunächst einmal Fasching (und die Fastenzeit) voraus. Für die Kinder ist es immer ein großer Spaß, wenn sie sich verkleiden dürfen. Mit Musik, Luftschlangen, Spiel und gefüllten Pfannenkuchen haben wir den Fastnachtsdienstag in unserer Einrichtung gefeiert. 

Vor Palmsonntag haben wir begonnen mit den Kindern im Morgenkreis die Geschichte von Jesus bis hin zu Ostern vorzulesen.

Außerdem brauchte auch der Osterhase tatkräftige Unterstützung seitens der Kinder. Bevor er die Osternester verstecken konnte, haben wir im geholfen Osternester zu basteln und Ostereier zu färben. Besonders das Färben der Eier mit Zwiebelschalen war für einige Kinder besonders faszinierend. Dabei wurde immer mal wieder das Lied „Stups, der kleine Osterhase“ freudig angestimmt. 

Am Dienstag nach Ostermontag war es dann so weit. Wir gingen in den Brosepark, wo der Osterhase die Osternester gut versteckt hat. 

Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest!

Es schneit!

„Es schneit! Es schneit!
Kommt alle aus dem Haus!
Die Welt, die Welt
sieht wie gepudert aus.

Es schneit! Es schneit!
Das müsst ihr einfach sehn!
Kommt mit! Kommt mit!
Wir wollen rodeln gehn.“

(Liedertext: Rolf Zuckowski)

„Bewegungsangebote beinhalten für Kinder viele Chancen, auch körperlich die eigene Wirksamkeit zu erfahren. Sie spüren am eigenen Körper, wie sie ihre Kraft einsetzten, wie sie Hindernisse bewältigen, ein Ziel durch die eigene Anstrengung erreichen können. (…).

Durch das eigene Tun etwas bewirken zu können, sichtbare und spürbare Effekte als selbst verursacht zu erleben, die Konsequenzen des eigenen Handelns erkennen zu können schaffen die Voraussetzungen, um Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und zu einem positiven Selbstwertgefühl zu kommen“.

(Renate Zimmer: Bewegung als Motor des Lebens. nifbe -Expertise)

Rosmarie (Kindergartenkind; Name geändert), 5.3.2021

Das seh´ ich auf dem Bild:

„Wir sind Schlitten und Poporutsche gefahren. Das war sehr schön. Da hinten sind Jan und Amando (Kindergartenkinder, Namen geändert) mit dem Schlitten. Ganz dahinten bin ich. Mein Schneeanzug hat einen Waschbär-Reißverschluss, der ist golden und schwarz. Im Schnee lagen kleine Kieselsteine und Blätter. Da war Elisa (Kindergartenkind; Name geändert) und wollte losfahren mit mir!“

Weihnachtsgeschichte

Aus: Die große Kees de Kort-Bibel (Deutsche Bibelgesellschaft)

…“ In Betlehem ist kein Platz. Sie müssen in einem Stall schlafen. Dort bekommt Maria ihr Kind. Es ist ein Junge. Sie gibt ihm den Namen Jesus. Sie wickelt ihn in Windeln. Sie legt ihn in eine Futterkrippe.“ (Haug, 2013, S.105)

… “ Der Engel sagt: >Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch große Freude. Der Heiland ist geboren. Heute, in Betlehem. Geht und sucht ihn! Er liegt als Kind in einer Krippe, in Windeln gewickelt<. Auf einmal sind da noch viel mehr Engel. Sie singen: >Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden! Gott hat die Menschen lieb<.“ (Haug, 2013, S.108 f)

… „Sie haben Geschenke mitgebracht. Es sind kostbare Geschenke, wie für einen König. Sie schenken dem Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ (Haug, 2013, S.115)

Adventszeit

„In der Weihnachtbäckerei gibt es manche Leckerei, zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei.“ So, wie es Rolf Zuckowski in diesen Zeilen besingt, kann man sich ungefähr die Adventszeit bei uns heuer vorstellen. Gerade der Duft von Vanille, Zimt und anderen wohlriechenden Aromen, die in der Luft liegen, versetzt eine*n in die Vorweihnachtszeit, aber auch die eifrigen Vorbereitungen wie eben das Backen von Weihnachtsplätzchen, das Basteln von Sternen und weitere Weihnachtsdekoration und das Lernen von Weihnachtsliedern, ließen die Vorfreude auf das Weihnachtsfest größer und das Warten erträglicher werden lassen.  

Sowohl die Kleinen als auch die Großen haben einige Weihnachtsplätzchenrezepte ausprobiert und gebacken. Dabei wurde eifrig abgewogen, geknetet, ausgerollt, ausgestochen, aber auch gesungen und ab und zu auch mal genascht. Beim Backen (im Kindergarten) können die Kinder noch erleben, wie die Plätzchen (Backwaren) aus „natürlichen“ Lebensmittel hergestellt werden. Sie können an der Zubereitung mitwirken und so die Prozesse der Verarbeitung der Lebensmittel, des Backens kennen lernen. Darüber hinaus ermöglicht Backen (und Kochen) Folgendes:

  • Sich etwas ausdenken und miteinander besprechen (Vorfreude/Fantasie);
  • lernen, was möglich ist, was nicht;
  • Bezug zur Nahrung herstellen (Information und Wissen darüber, woher die Nahrung kommt);
  • Planen und einkaufen (Nahrungsmittel kennen lernen, mit Geld umgehen können);
  • Informationen über Produkte sammeln, Kochanweisungen auf Packung lesen (Sprache);
  • Die Küche und alles, was sie beinhaltet, kennen lernen;
  • Koch- und Backvorgänge beobachten und begreifen (Physik, Chemie);
  • Warten können- Geduld haben;
  • Dekoration, Tisch decken (Esskultur, Gemeinschaft, Kreativität):
  • Genießen des Essens (Lebensfreude, Sinneserfahrungen, positive Gefühle)

(aus Kochen und Backen im Kindergarten (kindergartenpaedagogik.de)

Advent ist die Zeit des Wartens- das Warten auf die Ankunft Jesu. Dabei hilft uns der Adventkalender die Tage bis zu Heilig Abend zu zählen. Dieses Jahr wurde unser großes Fenster jeden Tag mit einer weiteren Person/ einem weiteren Gegenstand bestückt, sodass am Ende die ganze Weihnachtsgeschichte abgebildet wurde.

Das Zuhören der Weihnachtsgeschichte verhalf uns auch immer wieder zur Ruhe zu kommen und die besonderen stillen Momente in der Adventszeit genießen zu könne. (Leider ist die Adventszeit allzu oft viel zu hektisch).  

Wir wünschen allen Kindern und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, auch wenn es dieses Jahr anders sein wird.  

Frohe und gesegnete Weihnachten!

11.11.2020

Sankt Martin

St. Martin, St. Martin, St. Martin
ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut
.

Durch seine selbstlose Tat für den Bettler wurde Martin zum Symbol für Bescheidenheit, Nächstenliebe und Großzügigkeit. Deshalb feiert man noch heute an seinem Todestag, dem 11. November, das Martinsfest. Die Werte, die die Geschichte vom Sankt Martin und dem Bettler verdeutlicht, tragen dazu bei, die moralische Entwicklung der Kindergartenkinder zu fördern.

Wir haben die Geschichte mit den Kindern thematisiert und anhand des Kamishibais (Erzähltheater) erzählt. Im Rollenspiel konnten die Kinder die Geschichte nachempfinden und so bemerken, warum das Handeln von Sankt Martin so besonders war. So gab es auch vielzählige Gesprächsanlässe, zum fairen Teilen.  

Weil Sankt Martin durch sein ehrenhaftes Handeln so viel Licht ins Dunkel gebracht hat, findet ihm zu Ehren auch heute noch ein Laternenumzug statt. Aber auch andere Bräuche, wie die des „Weckmanns“/ „Dambeideis“ haben sich an diesem Tag etabliert, sodass auch wir dieses Hefegebäck in Vorbereitung auf das Martinsfest gemeinsam mit den Kindern gebacken haben.

Die Krippenkinder haben das Martinsfest am Vormittag gefeiert, die Kinder im Elementarbereich feierten es abends im Garten bei einem herrlichen Martinsfeuer, Kinderpunsch und Gesang. Es war schön zu sehen, wie die Laternen im Dunkeln in unterschiedlichen Farben leuchteten.

Leider mussten wir dieses Jahr den Martinsumzug in kleinerer Runde, ohne Eltern, feiern. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam mit unseren Laternen durch die Straßen auf und nieder gehen können.

Hier finden Sie unsere St. Martins-Lieder, die wir mit den Kindern gesungen haben. Weitere sind auf dieser hier zu finden.

Und wenn ihr wissen wollt, warum manche Weckmänner einen Pfeife haben, dann folgt hier der Maus

Singkreis im Kindergarten

Kinder können viel Spaß am gemeinsamen Singen haben – und ganz nebenbei wird dabei eine Vielzahl von Kompetenzen gefördert.

  • singen fördert Gemeinschaft
  • singen ermöglicht mehrdimensionales Hören, Erleben und Spüren
  • singen fördert spielerisch die Stimm- und Sprachbildung
  • singen hat einen bedeutsamen Einfluss auf die kindliche Entwicklung
  • singen schult die Körperwahrnehmung
  • und vieles mehr

Deshalb wollen wir (trotz momentan erschwerten Bedingungen) das gemeinsame Singen für Ihre Kindern ermöglichen. Der Singkreis findet vorzugsweise im Freien statt.

Der verlorene Groschen

Lutherbibel 20171 ; Lukas 15, 8-10

Es nahten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.

Vom verlorenen Groschen. Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet? 9 Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte. 10 So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

In unserem heutigen Singkreis wurde eine Geschichte (ein Gleichnis) aus der Bibel aufgegriffen, die in Lukas 15, 8-10 steht. Sie wurde spielerisch erzählt und hat uns verdeutlich, dass DU Gott wichtig bist.

Passend dazu wurde das Lied „Volltreffer“ eingeführt, das unterstreicht, wie wunderbar gemacht und wertvoll du bist.

Das Lied „Einfach spitze“ wird immer zu Beginn unseres gemeinsamen Singkreises gesungen.

28.10.-30.10.2020

Jahreszeitenwaldwochen im Kindergarten – Herbst

Die zu jeder Jahreszeit stattfindende Waldwochen sind fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit (und finden bei jeder Witterung statt).

In der Herbst-Waldwoche (28.10.-30.10.2020) waren die Kinder aus der blauen und lila Gruppe an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Wald. Morgenkreis und Mittagessen fanden draußen, unter den Bäumen, statt. Rechtzeitig zur Vesper waren sie wieder zurück im Kindergarten.

In der Schönholzer Heide haben wir ein schönes Waldstück gefunden, wo wir den Herbst entdecken konnten.

  • wir haben Pilze entdeckt und einen Baum mit einem Bärengesicht gesehen
  • wir sind auf große und dicke Stämme geklettert und haben darauf balanciert
  • wir haben Naturmandalas gelegt
  • wir sind in große Pfützen gesprungen und haben eine Laub-Blätter-Schlacht unternommen
  • wir haben einen Fuchsbau gesichtet
  • wir haben aus Efeu selbst Seife hergestellt
  • wir haben uns Hütten gebaut
  • und noch vieles mehr


Warum bieten wir den Kindern das Erlebnis Wald über einen längeren Zeitraum an?

  • Der Wald ist für uns ein naturnaher Lebensraum
  • Der Aufenthalt dort ermöglicht den Kindern die Natur in jeder Jahreszeit nah zu erleben
  • Die Kinder erfahren die Einzigartigkeit des Waldes durch alle Sinne und erschließen so diesen Lebensraum.
  • Im Wald sammelt jedes Kind ganz individuelle Erfahrungen und baut einen persönlichen Zugang auf.
  • Die gesamte kindliche Entwicklung wird durch den langen Aufenthalt intensiv und positiv gefördert.
  • Die motorischen Fähigkeiten werden ohne speziell konstruierte Bewegungselemente geschult
  • Da die Kinder kein vorgefertigtes Spielmaterial haben, werden Fantasie und Kreativität gefördert

Durch den Freiraum im Wald entwickeln sich seltener Konflikte und Aggressionen. Streit unter Kinder ist seltener. Ein Kind mit höherem Bedürfnis nach Ruhe kann sich zurückziehen, während ein anderes gleichzeitig seinen Wunsch nach Bewegung ausleben kann.

Das Leben im Wald trägt dazu bei, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Das Kind kann ein erweitertes Verständnis von sich selbst in Verbindung mit seiner umgebenden Welt aufbauen, die ihm Sicherheit im Umgang mit ihr gibt.

Ein großes Dankeschön gilt „Cesar“, der uns ehrenamtlich nicht nur zu den jahreszeitlichen Waldwochen begleitet, sondern uns auch an den Waldtagen (mittwochs) unterstützt.

5.10.-9.10.2020

Brandschutzwoche

„Tatütata, die Feuerwehr ist da“. In der Woche vom 5.10. bis zum 9.10. hatten wir im Kindergarten unsere Brandschutzwoche.  Im Rahmen dieser Projektwoche üben wir mit den Kindern das richtige Verhalten im Brandfall. Was heißt das praktisch?

  • Wir erfahren wissenswertes über die Aufgaben der Feuerwehr:
  • Retten-Löschen-Bergen-Schützen, üben einen Notruf – mit den 5 W- Fragen abzusetzen – Lernen die Notrufnummer
  • Wir fragen uns wie Feuer entstehen kann
  • Schauen, wo unsere Rauchmelder und Feuerlöscher in der Kita hängen und wo die Ausgänge und die Sammelplätze der Gruppen im Brandfall sind, so dass man das Gebäude zügig aber ohne zu rennen verlassen kann
  • Üben das richtige Verhalten im Brandfall
  • Führen eine echte Brandschutzübung mit allen Kindern und den Erzieher*innen durch

Außerdem haben die Kinder einen Kinder-Feuerwehr-Kurs absolviert, wo sie am Ende eine Feuerwehrkunde erhalten haben. Dabei mussten sie folgende Aufgaben meistern:

  • Finde die 112!
  • Zieh dich schnell an (wie die Feuerwehr)!
  • Die Schläuche sind verknotet!
  • Der Weg ist versperrt!
  • Die Katze braucht Hilfe!
  • Hilfe, es brennt!

Zum Ende der Woche durften wir dann auch in ein echtes (altes) Feuerauto einsteigen und das Blaulicht anmachen.

Und hier geht es zu unserem Feuerwehrlied ->